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Anteilige Aufwendungen

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Einkommensteuer (In Spanisch: ISR)

Gemäß dem Einkommensteuergesetz (In Spanisch: Lay del ISR - LISR), und unter den Bedingungen der Artikel II und IV dieses Gesetzes, sind anteilige Aufwendungen im Ausland, die von Personen die keine Einkommensteuer zahlen getätigt werden, nicht abzugsfähig.

Im Laufe des Steuerjahres 2014 wies der Bundesgerichtshof (In Spanisch: SCJN, Suprema Corte de Justicia de la Nación) darauf hin, dass ein solches Verbot als relativ und nicht absolut verstanden werden sollte da die Finanzbehörden verpflichtet sind zu überprüfen, ob diese Ausgaben den gesetzlichen Anforderungen entsprechen um als zugelassene Abzüge eingestuft werden zu können.

Periodische Steuerbestimmungen

Gemäß dem Urteil des Bundesgerichtshofs wurden in den Steuerbestimmungen für das Haushaltsjahr 2015 folgende Artikel festgelegt, die für den Abzug der anteiligen Aufwendungen, die im Ausland getätigt worden sind, beachtet werden müssen:

"Die im Artikel 28, Absatz 18 des Einkommensteuergesetzes festgelegten Bestimmungen sind bei anteiligen Aufwendungen im Ausland, die von Personen die keine Einkommensteuer zahlen getätigt worden sind, unter den Bedingungen von Paragraphen II oder IV des Gesetzes nicht anwendbar, wenn jede einzelne der folgenden Bedingungen erfüllt sind:" 

I. Die getätigte Ausgabe ist für die Geschäftstätigkeit des Steuerzahlers unverzichtbar.

II. Die Personen die anteilige Aufwendungen tätigen sollten Bewohner eines Landes sein, dass mit Mexiko einen umfassenden Informationsaustausch hat.

III. Beweisen, dass die bezahlte Dienstleistung tatsächlich geleistet wurde.

Falls die Aufwendung zwischen verbundenen Parteien gemacht wurde, gilt, vorbehaltlich eines anderweitigen Nachweises, dass die betreffende Dienstleistung nicht geleistet worden ist, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

a) Unter denselben Bedingungen, wäre eine nicht verbundene Partei nicht bereit gewesen die oben genannten Dienstleistungen zu zahlen oder selbst zu erbringen. 

b) Es handelt sich um Dienstleistungen, die eine verbundene Partei nur aufgrund ihrer Interesse an einer oder an mehreren ihrer verbundenen Parteien ausführt; dass heiβt, als Aktionär oder Partner.

c) Es handelt sich um Dienstleistungen oder Abläufen die von einer verbundenen Partei durchgeführt werden und Doppelarbeit durch eine andere verbundene Partei oder duch einen Dritten impliziert; oder.

d) Die Ausgabe ist dupliziert oder mit anderen Kosten, Ausgaben oder Investitionen berücksichtigt, die der Steuerzahler für, unter anderem, Provisionen, Lizenzgebühren, technischen Kundendienst, Werbung und Zinsen zahlt. 

Für das Inkrafttreten dieses Abschnitts, gilt die Rechnung und/oder Bezahlung unter keinen Umständen als Beweis dafür, dass die Dienstleistung in der Tat geleistet worden ist.

IV. Wurde die Ausgabe zwischen verbundenen Parteien gemacht, muss bewiesen werden, dass der vereinbarte Preis oder die Höhe der Gegenleistung sich innerhalb der Preisklasse befindet die man mit oder die zwischen unabhängigen Parteien für vergleichbare Transaktionen verwendet hätte.

V. Dass ein angemessenes Verhältnis zwischen der geleisteten Zahlung und dem erhaltenen oder erwarteten Nutzen bestehen.

Für diese Zwecke müssen die Steuerzahler, die beabsichtigen die anteiligen Aufwendungen abzusetzen, eine Vereinbarung oder einen Vertrag abgeschlossen haben der mindestens die folgenden Bedingungen erfüllen muss:

a) Jede Partei der Vereinbarung oder des Vertrages muss uneingeschränkten Zugang zu den Transaktionsdetails haben, die im Rahmen dessen stattfinden; auf die Projektionen auf dessen Basis die anteiligen Aufwendungen kalkuliert und die erwarte ten Vorteile bestimmt werden, sowie die tatsächlich entstandenen anteiligen Aufwendungen die im Zusammenhang mit den im Vertrag bestimmten Transaktionen entstanden sind und die effektiv erhaltenen Vorteile.

b) Die Parteien sind ausschließlich Unternehmen, die von den im Vertrag bestimmten Bedingungen gegenseitig profitieren können.

c) Die Vereinbarung oder der Vertrag müssen die Art und den Umfang des globalen und individuellen Vorte ils detaillieren, der der Gruppe des Steuerzahlers in Bezug auf die getätigten Aufwendungen entspricht und die ihm zugeteilt worden sind oder unter den weiteren Parteien aufgeteilt worden sind.

d) Die Vereinbarung oder der Vertrag müssen zulassen, dass die anteiligen Ausgaben angemessen mit Hilfe eines Zuteilungsverfahrens verteilt werden, welches diese Aufwendung in Bezug auf die erwarteten Vorteile die im Vertrag erläutert worden sind, widerspiegelt; und.

e) Die Vereinbarung oder der Vertrag müssen den Geltungsbereich sowie die Dauer und Laufzeit der einzelnen Transaktionen und des Vertrages präzisieren. 

VI. Unterlagen und Informationen in Bezug auf jede einzelne Transaktion führen, dessen Aufwendungen anteilmäßig im Ausland erfolgen:

a) Name, Gründungsland, Steuersitz, Hauptsitz oder Standort der Geschäftsleitung, juristische Adresse, sowie die Steuernummer jeder an der anteiligen Aufwendung beteiligten Partei, oder der, die deren Ergebnisse ausnutzen oder benutzen werden;

b) Art der durchgeführten Transaktion sowie dessen vertragliche Bedingungen; 

c) Aufgaben oder Tätigkeiten die von jeder einzelnen der beteiligten Parteien in der Transaktion durchgeführt worden sind und, gegebenenfalls, die verwendeten Vermögenswerte und das dafür getragene Risiko;

d) Dokumente die die erbrachten Gesamtausgaben schützen. Hierfür müssen alle Dokumente vorliegen, die beweisen, dass die Ausgabe tatsächlich vom im Ausland ansässigen Unternehmen durchgeführt worden sind;

e) Details der Art und Weise, einschließlich Beweisen, in der die anteiligen Aufwendungen dem Steuerzahler bezahlt worden sind;

f) Vorgehensweise, nach Artikel 180 des Einkommensteuergesetzes, die angewendet wurde um festzustell ob die Transaktion sich am Marktpreis orientiert, sowie die Entwicklung dieser Vorgehensweise.

g) Information um festzustellen ob die Geschäfte und die Unternehmen in jeder Art von Transaktion vergleichbar sind; und,

h) Unterstützende Dokumente der durchzuführenden Transaktionen, der Prognosen auf dessen Basis die anteiligen Aufwendungen beruhen und auf dessen Basis die erwarteten Vorteilen bestimmt wurden, sowie die effektiv ausgezahlten anteiligen Aufwendungen und die tatsächlich erhaltenen Vorteile.

Unter allen Umständen müssen die Steuerzahler die Dokumentation vorlegen können, die beweist, dass die anteiligen Aufwendungen auf objektiven, steuerlichen und buchhalterischen Aspekten beruhen, und müssen nachweisen können, dass ein gültiger und nachprüfbarer Grund für die Transaktion vorliegt.

Zusammenfassend kann man daraus schließen, dass geleistete anteilige Aufwendungen, die die Anforderungen der Steuerbestimmungen nicht erfüllen, nicht abzugsfähig sein werden.

Falls Sie weitere Informationen für den speziellen Sachverhalt Ihres Unternehmens benötigen, würden wir uns freuen ihnen weiterzuhelfen.